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Henndorf



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Infrastruktur

Gemeindeamt Henndorf am Wallersee
Hauptstraße 65
5302 Henndorf am Wallersee
Tel.: 06214/8204
Fax: 06214/8204 - 34

www.henndorf.at
gemeinde@henndorf.at

Aus der Geschichte:

Schon in der Bronzezeit (2000 v.Chr.) wohnten am Ufer des Wallersees keltische Fischer.
Auf sie soll die Bezeichnung „Walchensee“ später „Wallersee“ zurückgehen.
 
Auch die Römer hatten Anteil an der Geschichte Henndorfs.
Die Römerstraße, von der ein römischer Meilenstein in der Nähe des ehemaligen Gasthauses „Römerstein“ vorgefunden wurde, führte von Juvavum über Ölling, Breying, Wankham, Neumarkt nach Lauriakum.
 
Eondorf, Hohendorf, Höhendorf, Hendorf wurde geschichtlich erstmals von Huebert von Bayern 725 n.Chr. erwähnt.
 
Henndorf am Wallersee gehörte zu den Lehensgütern der Tanner, die bereits 788 n.Chr. urkundlich erwähnt wurden und 1391 ausgestorben sind. Die Tanner waren fränkischen Ursprungs und galten als einflussreiche geistliche und weltliche Würdenträger in Salzburg.
Ihre Wohnsitze waren Altentann und Lichtentann in Henndorf und Wartenfels.
Heute noch weisen viele Hof- und Flurnamen auf die Zeit der Tanner hin.
 
In den vergangenen Jahrhunderten bestimmten die Landwirtschaft, die Brauerei mit ihren Wirtschaftsbetrieben und kleinere Handwerksbetriebe das Leben in unserem Ort.
Um 1920 keimte bereits der Fremdenverkehr „Sommerfrische“ genannt, der bekannte Gäste und Künstler anzog.
Keine andere Flachgauer Gemeinde kann eine so bewegte literarische Vergangenheit nachweisen wie Henndorf am Wallersee. Zahlreiche Künstler, Dichter und Schriftsteller sind in Henndorf geboren, haben hier gelebt oder haben hier ihren Urlaub verbracht.  Die Mundartdichter Sylvester Wagner und Franz Stelzhamer, der Salzburger Dichter Johannes Freumbichler und sein berühmter Enkel Thomas Bernhard, der Kammersänger Richard Mayr, unvergessen als „Ochs von Lerchenau“ im Rosenkavalier bis zum Schriftstellerehepaar Alice Herdan Zuckmayer und Carl Zuckmayer. Zu den literarischen Freunden der Familie Zuckmayer – dem sogenannten „Henndorfer Kreis“ zählten Ödön von Horvath, Franz Theodor Csokor, Richard Billinger, Stefan Zweig, Alexander Lernet-Holenia und andere.
 
Das Gemeindewappen ist 1954 von der Salzburger Landesregierung verliehen worden und beinhaltet als „redendes Wappen“ das alte Wappen der Tanner (Schrägbalken) in Verbindung mit einer Henne.
 
Heute ist Henndorf am Wallersee mit seiner vielfältigen Infrastruktur hauptsächlich eine Wohngemeinde mit Fremdenverkehr, Gewerbebetrieben und vorwiegend Nebenerwerbsbauern geworden.
 

Gemeindedaten:

Henndorf am Wallersee umfasst eine Gesamtfläche von 2347 ha und wird im Westen vom Wallersee (Kote 505 m Spiegel des Wallersee) und im Osten vom Henndorfer Wald an der Großen Plaike (1.034 m) und dem Zifanken begrenzt.
Dazwischen liegt mit rund einem Dreiviertel der Gemeindefläche ein meist flachwelliges Hügelland im 500 bis 600 Meter Höhenbereich.
 
Der Wallersee ist 5,7 km lang, 1,9 km breit und 23 Meter tief.
 
Henndorf am Wallersee wird nur von Salzburger Gemeinden umschlossen; es sind dies die Gemeinden Neumarkt und Köstendorf, Eugendorf, Seekirchen und Thalgau.
 
Ortsteile von Henndorf am Wallersee sind Henndorf-Ortskern, Berg, Enzing, Fenning, Hankham, Hatting, Hof, Ölling, und Wankham.