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Haigermoos



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Haigermoos liegt inmitten der Oberinnviertler Seenplatte in einer reizvollen Hügellandschaft zwischen dem Höllerer See und dem Holzöstersee. Die Gemeinde hat sich seinen ursprünglichen, dörflichen Charakter, seine ländliche Gelassenheit und Beschaulichkeit bewahrt. Zu den landschaftlichen Besonderheiten zählen der Höllerersee und das Hehermooser Moor.

Dem Besucher bieten sich in der satten Natur wunderschöne Möglichkeiten für Wanderungen und Radausflüge in die Moorlandschaft. Am Höllerer See gibt es zwei öffentliche Badeplätze, der See ist aber auch ein Paradies für Fischer. Zahlreiche Aktivitäten wie Reiten, Kutschenfahrten, Asphaltbahnen für Stockschützen, Kegelbahn und der Fitnessweg runden das ohnehin vielseitige Angebot von Haigermoos ab.

Kulturell Interessierten steht das Bauern- und Heimatmuseum der Familie Felber zur Verfügung. Hier bildet ein typischer Innviertler Bundwerkstadel aus 1872 das passende Ambiente für die Präsentation alter bäuerlicher Gerätschaften, sämtlicher früherer Handwerke sowie von Feuerwehr und Schule. Für Pilgerinnen und Pilger ist die örtliche, spätgotische Doppelkirche für eine spannende Entdeckungsreise zu empfehlen.

Um 1070 und 1140 tritt erstmals die Bezeichnung "Hegirmoos" urkundlich in Erscheinung. Es gibt zwei Erklärungen für die Bezeichnung "Haigermoos", wobei die zweite als Legende einzustufen ist:

1. Der Reiher, welcher im Gemeindewappen dargestellt ist, wurde von Aribo de Hegirmoose, der im 11. Jahrhundert hier ein Jagdschloss besaß, gerne gejagt. Zu dieser Zeit (Althochdeutsche Sprache) wurden die Reiher als "Hegir" bezeichnet und der Ort wurde daher Hegirmoos genannt.

2. Es wird vermutet, dass sich auf dem Hügel, auf dem heute die Kirche steht, die erste christliche Kultstätte in unserer Gegend befand. Da die ersten Christen von den Heiden verfolgt wurden, mussten ihre Zusammenkünfte geheim bleiben. Haigermoos hatte eine günstige Lage, da es von Moor umgeben war und daher nur von Eingeborenen erreicht werden konnte. Um jeden Verdacht zu beseitigen, nahmen die ersten Christen Geräte zum Heuarbeiten mit und sagten: "Wir gehen heign ins Moos" In Wirklichkeit trafen sie sich in der Kultstätte zu religiösen Feiern.

Beleg für den Bestand einer Kirche lieferte die Stiftung eines Jahrestages 1324. Der heutige Bau präsentiert sich - vermutlich bedingt durch die Geländeform - als spätgotische Doppelkirche aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Unterkirche hat ein zweischiffiges, dreijochiges Langhaus mit einem Sternrippengewölbe und einem leicht eingezogenen einjochigen Chor mit Netzgewölbe und 3/8-Schluss, der teilweise mit dem gewachsenen Boden verbunden ist. Die Schiffe des Langhauses werden durch zwei achteckige Pfeiler geschieden. Der weit gespannte Fronbogen erscheint gedrückt. Spitzbogige Türen im Süden und Norden führen zum Aufgang in die weiträumige Oberkirche. Erhalten sind noch die spätgotischen Lilienbeschläge an den Türen. Das einschiffige, dreijochige Langhaus der Oberkirche zeigt ein Netzrippengewölbe mit sphärisch gekrümmten Rippenstücken. Der leicht eingezogene zweijochige, netzrippengewölbte Chor schließt mit drei Seiten des Achtecks. Die Jahreszahl 1466 am Fronbogen gibt einen Datierungshinweis.

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